Mittwoch, 14. November 2012

Fr. - So. 26. - 28. Oktober 2012


Wochenendtrip


Eine kleine Skizze des Hauses
 Für das Wochenende war eine Kurztrip nach Xalapa geplant. Dort gibt es ein Casa de Kolping, also ein Haus von Kolping, dass zum Nächtigen genutzt werden kann. Eine Art Pension. Allerdings steht noch einiges an Arbeit an, um diesem Ziel näher zu kommen.
Dieses Wochenende trafen wir uns dort mit einigen Kolpingjugendlichen und anderen Mitgliedern der Kolpingfamilien, um das Haus auf Vordermann zu bringen.
Lalo, Alex und ich besorgten am Freitagmorgen noch Farbe zum Streichen und machten uns dann gegen 12.00 Uhr in Richtung Xalapa.

Zwischendurch aßen wir noch zu Mittag und kauften für die folgenenden Tage ein. Gegen 19.00 Uhr erreichten wir das Gelände, war auch schon die erste Gruppe der Kolpingjugendlichen da, viele von ihnen kannten das Gelände schon im Gegensatz zu mir.
Die Küche und die begnadeten Köchinnen


Das Gelände ist recht groß und um zu dem Haupthaus zu kommen, muss man einige Treppen steigen, da es auf einem Hügel liegt.
Wenn man vor dem Haussteht, sieht man erstmal einen Eingang mit Terrasse, der in den Essensaal führt. Links daneben ist ein Raum, der für Gottesdienste genutzt werden kann.
Ein Raum weiter befindet sich ein weiterer größerer Saal mit 2 weiteren kleinen Hinterzimmern.
Die Küche ist auch noch mal ein Extraraum und befindet sich natürlich in unmittelbarer Nähe vom Essenssaal.
Es gibt einige Zimmer, in denen zwei Betten stehen und die ein eigenes Bad enthalten, 2 „Dormitorios“  (Schlafsäle) – einen für die Frauen, einen für die Männer. Desweiteren noch 2 größere Räume in denen sich Toiletten und Duschen befinden auch wieder aufgeteilt in das männliche und das weibliche Geschlecht.
Von der Terrasse führt ebenfalls noch mal eine Treppe in einen etwas kleineren Raum, der sich unter der Terrasse befindet. 

Ich verbrachte also nicht mal 24 Stunden ohne Wasser, aber allein die paar Stunden haben gereicht, um sich mal bewusst zu machen, dass manwirklich zu schätzen wissen sollte, wenn man fließendes Wasser hat (und sogar noch warmes!) Denn ohne wird es kompliziert: Wie spült man mehr als 30 dreckige Teller, benutzte Töpfe, das Besteck? Wie wäscht man sich? Wie kann man auf Toilette gehen? Und das sind nur einige von vielen Fragen, die sich aufgetan haben.
Da die Stromversorgung allerdings von Beginn an funktionierte, wurde gegen 20.00 Uhr das Abendessen zubereitet und gemeinsam gegessen. Davor gab es noch eine kurze Besprechung, was in den nächsten beiden Tagen ansteht.


Die Arbeit wurde in drei Gruppen aufgeteilt.
Gruppe 1, Lalos Gruppe, hatte die Aufgabe, einige Räume des Hauses zu streichen und auch die Vorderseite bekam einen neuen Anstrich. Die Gruppe von Alex mähte den Rasen, fällte unerwünschte Bäume und kümmerte sich sozusagen um die „Gartenarbeit“. Finas Gruppe, in der ich anfangs war, machte eine Art Inventur. In der Küche mussten alle vorhandenen Töpfe, Löffel etc. gezählt werden, in den anderen Räumen alle Decken, Kissen und Bettbezüge, die es in dem Haus gibt. 

Die Arbeit ging Samstagmorgen nach dem Frühstück ging es um 9:30 Uhr los und meine erste Nacht war, außer einigen Spinnen und ein wenig Kälte, recht angenehm. Ich machte mit Fanny Inventur in der Küche und ich half beim Zählen der Bettwäsche. 




Anschließend wollte ich mich mal mit der Machete vertraut machen und nachdem mir erklärt wurde, wie ich sie benutze, habe ich geholfen, die Äste der gefällten Bäume langsam aber sicher zu zerkleinern und wegzutragen.
Die Arbeit war ziemlich anstrengend und nachdem Tag hatte ich zwar Blasen an den Händen, dafür aber auch eine Menge Spaß.
Ich kam mit den Jugendlichen ins Gespräch sowie mit einigen Erwachsenen der Kolpingfamilie und es tat gut, sich richtig auszupowern.
Mittagessen und Snacks gab es zwischendurch auch. Ich brauchte hin und wieder 10 Minuten Pause, da die Arbeit mit der Machete echt anstrengend ist, aber einige Leute haben wirklich von morgens bis abends abgesehen von den Snackpausen und dem Mittagessen ohne eine Pause, Äste zerkleinert, keiner hat auch nur einmal genörgelt und in die Atmosphäre war super.
Abends haben wir uns eine kleine Feuerstelle ausgesucht und ein Lagerfeuer gemacht. Felix, ein Kolpingjugendlicher, hatte seine Gitarre dabei und so saßen wir am Feuer, haben gesungen uns unterhalten und Witze erzählt.
Bei den Witzen hatte ich teilweise meine Schwierigkeiten. Einige habe ich verstanden, aber viele Witze waren zweideutig und dafür hat mein Spanischverständnis nach 4 Wochen dann noch nicht ganz gereicht und die Müdigkeit kam auch noch dazu.
Am Sonntag ging die Arbeit wieder morgens nach dem Frühstück los und jeder hatte seine festen Aufgaben und machte sich gleich an die Arbeit. Da ich mich bereits mit der Machete und dem Rechen angefreundet hatte, machte ich mit dieser Arbeit für den Tag auch weiter.

Gegen 16.00 Uhr packten alle so langsam ihre Sachen. Alex, Fina und Lalo bedankten sich noch mal herzlich für die Hilfe und auch ich sprach ein paar Worte. Danach verabschiedeten sich alle. Meine Chefs und ich räumten noch Einiges auf und machten und etwas später dann auch auf den Heimweg.
Vorderansicht des Hauses..
..nach dem Wochenende.


Die Männer versuchen's..
... die Frauen schaffen's.












 "Rafa, pos' mal wie ein Mädchen."


Sah zwar irgendwie schön aus, war dann aber doch etwas zu groß für meinen Geschmack.

Achso und nebenbei: Meine Blogentwürfe sehen immer anders aus, als die Seite, wie sie dann gezeigt wird. Diese Formatierungsfehler stören mich gewaltig. Ich hoffe, ihr seht darüber hinweg. :)

Fr.- Do. 19. – 25. Oktober 2012

Aufgrund der Tatsache, dass mein Laptop den Geist aufgegeben hat, komme ich leider erst jetzt dazu, die Berichte der letzten 3 Wochen zu verfassen und hoffe, dass ich alles rekapitulieren kann und nichts vergesse.

Los bailes, la comida y otras cosas


 Freitag bin ich mit einigen Leuten, die ich vom Tennistraining  kenne, Abendessen gegangen. Yura hat mich mit dem Auto abgeholt und anschließend sind wir nach Córdoba gefahren.
Der Abend war ziemlich lustig und gegen 23.00 Uhr war ich zu Hause. Von draußen schallte zwar laute Musik, aber da ich am nächsten Tag früh aufstehen „musste“ entschied ich mich, meiner Neugier nicht nachzugehen.



Am Samstagmorgen ging es dann mit Silvia zu einem Treffen von einigen Schülern ihrer Schule in Córdoba.
Dieses Treffen fand anlässlich des Geburtstages der Schule statt und
ist sozusagen eine Generalprobe gewesen, da es die letzte Probe vor der Aufführung in der Schule war. Viele traditionelle Tänze wurden geübt und nicht nur die Schülerinnen tanzten, wie es in Deutschland wahrscheinlich üblich wäre, sondern mindestens genauso viele Jungen.
Silvia tanzte mit 7 weiteren Mädchen eine Art Salsa und ich wurde gefragt, ob ich mit ihnen proben möchte.
Da ich, meiner Meinung nach, zwei linke Füße habe, wollte ich eigentlich lieber zuschauen, habe mich aber glücklicherweise doch dazu entschlossen, „die Hüften
zu schwingen“ – Gute Entscheidung, denn es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Nachdem die Probe von Silvias Gruppe vorbei war, haben wir uns dort noch einige Zeit hingesetzt, um den Anderen zuzuschauen.
Jeder, der dort tanzte, konnte es wirklich gut und gerade von dem Rhythmusgefühl der männlichen Gattung war ich äußerst überrascht. Während ich die Proben der Schüler beobachtete, kam ich auch mit einigen Leuten ins Gespräch und wir sprachen viel über die Kultur in Mexiko – hauptsächlich den Tänzen.

Von Region zu Region unterscheiden sich die Tänze, aber überall gibt es traditionelle Aufführungen an bestimmten Feiertagen oder zu bestimmten Ereignissen.

Hier in der Region Veracruz habe ich bis jetzt immer eine Art „Stepptanz“ gesehen. Die Jungen, die bei diesem Tanz mitmachen, werden „Charros“ genannt (wortwörtliche Übersetzung: Reiter).
Ein Junge fragte mich dann, ob es in Deutschland auch traditionelle Tänze gäbe und wie unsere Kultur so wäre.
Diese Frage fand ich ziemlich interessant, da mir nach langem Nachdenken einfach nichts eingefallen ist, was ich zu der deutschen Kultur erzählen könnte, was die deutsche Kultur überhaupt ist.
Mexiko ist ein Land mit sehr vielen Traditionen, Tänzen und Alltagskulturen. Allein das Essen würde ich als Kultur an sich bezeichnen, da es doch sehr speziell und einzigartig gegenüber anderen Ländern ist.
Deutschland wirkt in diesem Vergleich (Ich will ungern „langweilig“ sagen, weil das ein negativ konnotiertes Wort ist und ich es nicht gleich als negativ erachten würde) doch etwas eintönig.

 
Hier gibt es einige Sitten und Verhaltensregeln, die sich gefestigt haben. Einfache Redewendungen, die man häufig hört oder auch die wohl häufigste Begrüßungsart: Küsschen auf die Wange.
In Deutschland, würde ich sagen, ist das alles „individueller“. Wenig gefestigtes, eine Mischung aus allem. So denke ich und ich finde das auch keineswegs negativ, aber dadurch fällt es mir schwer bzw. dadurch ist es mir nicht möglich, zu erklären, welche Kultur Deutschland hat.
Diese Frage hat mich wirklich mehrere Tage beschäftigt und ich habe viel über das Thema nachgedacht.
Ich muss ehrlich gestehen, eine gute Antwort hatte ich auf diese Fragen nicht und auch jetzt wüsste ich immer noch nicht, was ich großartig über die „deutsche Kultur“ erzählen könnte.
Gegen Mittag haben wir dann wieder den Heimweg angetreten und uns für die 10 minütige Busfahrt „Pambazo“ (Weißmehlbrötchen mit frijoles refritos und mayonesa) geholt, die es beispielsweise in vielen kleinen Supermärkten gibt.
Als wir gegen halb 2 bei dem Haus von Mireya ankamen, war das Mittagessen fertig.
Für das Mittagessen wird sich in Mexiko, so wie ich das bis jetzt erlebt habe, immer viel Zeit für die Zubereitung genommen und auch für das zusammen sitzen am Mittagsstisch, es gibt immer mehrere Gänge und es ist die Hauptmahlzeit.



Leider verschwommen,
aber was soll's.
Nach dem Essen saßen wir noch etwas beisammen und anschließend hat Mireya mich nach Hause gebracht, da ich für den Abend wieder mit Rafa verabredet war. Also habe ich mich das erste Mal abends im Dunkeln, alleine auf den Weg nach Córdoba gemacht (mit dem Bus natürlich), dort sind wir ein bisschen durch die Einkaufsstraßen gebummelt und haben nach einem Geschenk für Fatima gesucht. (Mehr dazu, wenn ich etwas über meinen Sonntagabend berichte).
Nachdem wir fündig geworden sind, sind wir wieder zum Zentrum von Córdoba gelaufen. Dort ist Freitags, Samstags und sonntags eine Art „Lichterspiel“. Dabei wird das Rathausgebäude bei 2 Liedern beispielsweise dem bekannten „La Babamba“ unterschiedlich beleuchtet – mehr dazu zeigt das Video. Es war wirklich sehr schön anzusehen.

Anschließend haben wir noch zusammen Tortas (Ich würde es als eine Art großer Sandwich bezeichnen) gegessen.



Mein Sonntag war auch schon ziemlich verplant, da Mireya mich eingeladen hatte, zur Kirche zu kommen.
Aufgrund dessen dass der Pfarrer einige Nächte zuvor ausgeraubt wurde, verkauften Mireya und das Team von „El sabor de la chef“ Empanadas und andere mexikanische, kleine Speisen.  Das eingenommene Geld kam der Kirche zu Gute. Ich verbrachte dort den ganzen Tag, half ein wenig (wenn sie mich denn mal gelassen haben) und habe durch die Mengen, die ich gegessen habe, wahrscheinlich auch einiges zum Verdienst beigetragen.
Gottesdienste bzw. Messen sind jeden Tag und sonntags dreimal. Um 8.00 Uhr, um 14.00 Uhr und um 19.00 Uhr. Ich habe mit Silvia die Messe um 14.00 Uhr besucht.
Die Kirche war voll und nicht nur an der Besucheranzahl in der Kirche lässt sich feststellen, dass Religion eine große Rolle spielt, auch überall anders, zeigt sich immer wieder, dass der Glaube hier sehr präsent und intensiv ist.
Vor den Mahlzeiten wird gebetet, viele, viele Kreuze sind in den Häusern und Autos, viele religiöse Bilder in den Bussen und Häusern. Es gibt auch viele Geschäfte, die speziell darauf ausgerichtet sind, Kreuze und religiöse Bilder oder Ähnliches zu verkaufen und auch außerhalb der Häuser lassen sich wirklich eine Menge religiöse Dinge sehen.






Von links: Alex' Ehefrau, Alex undFatimas
Onkel
Das Essen wurde von morgens bis abends verkauft, ich musste allerdings schon um 17.00 Uhr gehen, da ich auf den Geburtstag von Fatima eingeladen wurde.
Fatima ist die Tochter von Lalo, meinem Chef. Sie ist an diesem Tag 7 Jahre alt geworden und Lalo hatte unter anderem auch mich eingeladen, abends vorbeizukommen und mit ihnen etwas zu Essen und trinken.
Also hat Alex mich mit seiner Frau abgeholt und wir sind zu Lalo gefahren. Dort habe ich dann seine Frau und noch einige Verwandte kennengelernt, es wurde lecker gegessen und geredet.



 















Die darauffolgende Woche began sehr ruhig, da Montag und Dienstag freie Tage waren.
Diese verbrachte ich viel in Córdoba. Ich bin etwas durch die Läden geschlendert und habe beispielsweise in einem Restaurant mein neues Lieblingsgericht „Enchiladas con Salsa Verde“ gegessen.

In den darauffolgenden zwei Tagen wurde wieder die normale Arbeit angetreten.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Fr. -Do. 12. - 18. Oktober 2012



„Die Zeit vergeht wie im Flug“ 

- diese Redewendung hat wohl jeder von uns schon mal gehört. Bei mir ist dieser Satz im Moment Realität. Ich verstehe gar nicht, wie bald schon wieder Wochenende sein kann?!
Und ich habe noch nicht mal von meinem letzten berichtet. Also lege ich mal los:
Die Woche und das Wochenende lassen sich eigentlich recht schnell zusammenfassen.
Hocherfreut startete ich in das Wochenende und absolut schlecht gelaunt habe ich meinen Freitagabend und meinen Samstag verbracht. Der Grund dafür waren extreme Magenschmerzen, aber Dank des riesigen Medikamentensortiments, dass mir die besorgten Eltern in den Koffer packten (an dieser Stelle ein Danke dafür), war auch das Richtige für meine „Erkrankung“ dabei und ich konnte wenigstens Sonntag das machen, was ich mir vorgenommen hatte. Rafael, einer der Kolpingjugendlichen, hat mich zu einem Tag mit ihm und einigen anderen eingeladen und mich um 10.00 Uhr morgens hier abgeholt und wir sind anschließend nach Córdoba gefahren. Dort in einem Hinterhof gab es ein Treffen vieler Missionare in meinem Alter.
Plötzlich wurde es still und ich sollte mich völlig unerwartet vorstellen. Ich meine, an sich ja kein Problem, aber nervös war ich schon vor ca. 30 Jugendlichen.
Nachdem einige Dinge zu ihrer Arbeit besprochen wurden waren, ging es schon wieder mit dem Essen los (Ich hatte eigentlich erst gefrühstückt), aber wer kann bei Taccos und Co. schon verzichten? Währenddessen kamen viele der Jugendlichen zu mir, haben sich vorgestellt und wir haben uns etwas unterhalten. Ich muss schon sagen, hier als Fremder zu sein, stelle ich mir angenehmer vor als in Deutschland.
Pantomime
Nicht, dass ich finde, dass „die Deutschen“ unfreundlicher sind. Ich würde es eher als zurückhaltender und unsicherer bezeichnen, was an sich ja nicht schlimm ist, aber für einen Fremden ist es dann halt schwerer, sich zu integrieren.
Hier kommen einfach viele auf dich zu, zeigen echtes Interesse, laden dich gleich zu Veranstaltungen ein und sind in der Hinsicht viel offener und kontaktfreudiger. Das macht es mir oftmals einfacher.
Aber genug zu meinen Theorien. Zurück zum Thema: Nachdem auch das Essen beendet war, haben die Jugendlichen einige Spiele gespielt. Bei den ersten zwei habe ich ausgesetzt und nur zugeschaut, weil ich mich mit meinem Spanisch noch etwas zu unsicher dafür gefühlt habe. Es wurde etwas Ähnliches wie „Activity“ gespielt. Es gab 5 Gruppen, die immer abwechselnd dran waren. Einer aus der Gruppe hat ein Wort bekommen, dass er dem Rest seiner Gruppe pantomimisch, so gut es ging, darstellen musste, damit diese das Wort erraten und Punkte abkassieren können. Im Anschluss wurde noch mal etwas Ähnliches gespielt – diesmal musste aber gemalt werden. 
Rafa und ich
Danach wurde erst mal getanzt. Ich konnte mich nicht drücken und im Endeffekt war das auch gut so, denn es hat nicht nur Spaß gemacht, es tat auch irgendwie richtig gut.
Das Spiel danach war auch sehr lustig, wäre allerdings zu kompliziert, es zu erklären. Zum Abschluss gab’s noch ein leckeres Eis bevor Rafa mich wieder nach Hause brachte (Was ich super freundlich finde. Schließlich wohne ich in Fortín, er in Córdoba und er hat sich viermal ein Busticket gekauft, um mich an der Haustür abzuholen und dort ebenfalls wieder hinzubringen.)





Meine Woche war schön, allerdings tagsüber etwas einsam. Meine Chefs sind Samstag nach Chiapas gefahren, dort gab/gibt es ein einwöchiges Treffen mit allen Kolpingchefs aus Südamerika und somit war/bin ich eine Woche allein im Büro, aber die Sonne war die ganze Woche an meiner Seite und hat mich nicht ein einziges Mal verlassen und ich hatte die Woche abends ja auch immer Tennis.
Darüber habe ich bis jetzt so wenig erzählt, obwohl ich es schließlich vier Mal die Woche mache und es mir auch unheimlich gut tut. Die Leute sind super nett und ich habe am nächsten Tag immer Muskelkater - so wie es sein sollte.
Die erste Stunde werden erst mal, wie schon erwähnt, Dehnübungen gemacht, allerdings gab es am Mittwoch beispielsweise auch einen Ausdauertest und wir mussten bei unglaublicher Hitze Berge hoch und auch wieder herunter laufen und danach noch Tennis spielen.
Zu Hause habe ich mir dann zur Belohnung meine neue Kreation zum Abendessen gemacht: Tortilla in eine Pfanne, Schokolade drauf und schmelzen lassen, danach geschnittene Bananenstücke anbraten, auf die Tortilla drauf, schön zusammenfalten und genießen.
Ansonsten ist nichts Erwähnenswertes passiert. Ich war des Öfteren wieder einige Restaurants in Fortín abklappern und einmal mit einem Bekannten in einem Fischrestaurant.
Kurz zusammengefasst kann man sagen meine Woche bestand aus Essen, Tennis und Präsentationsvorbereitungen.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

So.- Fr. 07. - 12. Oktober 2012

Der Besuch der deutschen Kolpinger. Teil 2.


Die Kathedrale von innen
Der Dienstag war zwar auch von morgens bis abends verplant, aber wesentlich entspannter. Wir trafen uns alle in Córdoba und um 10 Uhr gab es ein Treffen mit dem Bischoff, der die Reisegruppe willkommen hieß und sich für ihren Besuch bedankte. Nach einigen Gesprächen, Kaffee und Kuchen, wurde die Kathedrale noch mal genauer besichtigt und der Bischoff erzählte einige Worte dazu. Anschließend ging es noch zum Rathaus und etwas später dann auch schon in Richtung Nogales –dort wartete nämlich das nächste Projekt.

 

Ach, was ich fast vergessen hätte und ich einerseits faszinierend, andererseits auch recht amüsant fand, war, dass wir als deutsche Gruppe wohl ziemlich aufgefallen sind und auf einmal einige Reporter um Stefan (einen der deutschen Kolpinger, der super Spanisch spricht) herum standen und ein Interview von ihm wollten. Und zack – am nächsten Tag war ein Bericht über den Besuch der Deutschen doch glatt in 3 von 4 Zeitungen, die es in Córdoba gibt und in einem konnte man Stefan sogar auf der Titelseite begutachten! 



Nun zurück zum Projekt. In dem ansehnlichen Dorf Nogales findet die Herstellung von Salsa Macha statt. Salsa Macha ist beispielsweise als Dip für Nachos geeignet oder für Tortillas und besteht grob gesagt aus getrockneten Chilis und Öl. Die Schärfe variiert, da es verschiedene Chilisorten gibt, aber jede Salsa Macha, die ich bis jetzt probiert habe, war doch recht scharf.

 



Hier wurde uns auch einiges zu Herstellung und Produktion erklärt – welche Größen es gibt, welche Sorten sie verkaufen, wie teuer die einzelnen Döschen sind und letztlich wurde uns die Herstellung in der Praxis gezeigt. Im Anschluss gab es – wie könnte es anders sein- wieder eine Kostprobe.




Uuund weiter geht’s, denn das Mittagessen im Restaurant „El sabor de la Chef“ wartet darauf, gegessen zu werden. Die Frauen haben ein leckeres Gericht vorbereitet. Die Vorspeise bestand aus Papaya und Melone. Anschließend gab es Salat mit Reis, frijoles refritos, Tortillas nebenbei (wie bei eigentlich jeder Speise) und mit Spinat gefülltem Huhn. Zum guten Schluss gab es dann noch eine Nachspeise, die aus einem frittierten Teig bestand in dem innendrin Eis war – riquísimo! (köstlich)


Glücklich und satt ging es dann zur Rancho „Dos Rios“ über die ich bereits berichtet habe. Nun war das Programm schon so gut wie beendet und der, für mich persönlich, schönste Teil der zweieinhalb Tage stand uns bevor: Fiesta con todo. Also eine Feier mit allen. Denn nicht nur die Kolpingfamilien aus den Projekten kamen auch viele, viele Kolpingjugendliche sind extra zur Range gefahren.Hier sollte es nun noch mal eine Begrüßung und Vorstellung von allen geben und es gab einige Danksagungen. Das Essen für ca. 80 Personen wurde wieder von der „Koch- Crew“ aus dem Restaurant zubereitet und so konnte es ja nur lecker werden.


 Nach dem Essen wurde dann viel gesungen und getanzt. Der Abend war sehr, sehr lustig. Während wir den Mexikanern beibrachten auf „Heut ist so ein schöner Tag“ zu tanzen, wurden uns auch einige „Hits der mexikanischen Szene“ vorgespielt. Ich ärgere mich immer noch, dass ich davon keine Videos gemacht habe. Allerdings hatte ich auch eigentlich keine Möglichkeit dazu, weil ich mit Tanzen und Lachen gleichzeitig schon vollkommen ausgelastet war.

Zwei Männer einer aus einer Kolpingfamilie, einer von den Kolpingjugendlichen sind sehr musikalisch und haben uns teilweise selbstgeschriebene Lieder auf der Gitarre vorgespielt und gesungen (Die Lieder waren im Übrigen wirklich zum Dahinschmelzen).
Nach dem die Erwachsenen, sowohl viele der mexikanischen und auch die deutschen den Heimweg antraten blieben die Kolpingjugendlichen aus Mexiko, 2 aus Deutschland, Laura, Stefan, noch einige andere und ich auf der Range.
Laura, Fina und ich schliefen in einer der Hütten. Die 2 Kolpingjugendlichen aus Deutschland und Stefan ebenfalls. Der Rest schlief in Zettel, auf dem Platz, der extra dafür vorgesehen war. Wir tanzten noch eine Weile (bzw. ich drückte mich mehr davor, als dass ich tanzte, da ich Salsa zwar mag, ihn aber absolut nicht beherrsche).

Es gab auch noch ein Lagerfeuer und wir saßen mit Marshmallows befestigt an Stöcken davor. Der Abend war wirklich einfach nur schön. Die Nacht allerdings dementsprechend kurz und der Morgen wieder relativ früh. Um 8 Uhr gab es Frühstück.
Zubereitet von meinem persönlichen Lieblingskochteam. Den Frauen aus „El sabor de la Chef“. Danach begann der Programmpunkt „Pooltag“ und so sprang jeder genüsslich in den Pool und genoss die letzten Stunden in dieser Konstellation (abgesehen von mir – ich habe meine Schwimmsachen hier in der Wohnung vergessen. Juhu!).Dieser Tag verging leider viel zu schnell und um 12:00 Uhr war es dann schon wieder Zeit „Tschüss“ und „Adios“ zu sagen. Nachdem die Verabschiedung stattgefunden hat, ging es an’s Aufräumen und zum Schluss haben Lalo, Fina, Alex und ich noch mal über die letzten Tage gesprochen. Darüber was gut war, was vielleicht hätte besser laufen müssen und was das Resümee des Ganzen ist bevor es dann wieder ab ins Büro ging.




       Hier noch mal die Zeitungsberichte.